Mütterpflege
In der Schwangerschaft und im Wochenbett erfährt eine Mutter oft große körperliche und emotionale Veränderungen und Herausforderung. Der Hormonhaushalt fährt Achterbahn und plötzlich ist man für dieses kleine neue Familienmitglied verantwortlich. Es geschieht ein Umbruch in der eigenen Identität und einfach Alles verändert sich. Oft richtet sich in dieser Zeit alles nach den Bedürfnissen des Babys, doch auch für die Mütter ist es so wichtig gesehen, umsorgt und unterstützt zu werden. Die Mütterpflege ist eine professionelle Dienstleistung, in der ausgebildete Fachkräfte genau dies tun.
Wenn wegen körperlicher oder psychischer Faktoren der Alltag mit Baby (-bauch) nicht mehr machbar ist, wenn die Veränderungen einfach überwältigen, die Erschöpfung zu groß wird oder die Sorgen die Freude verdrängen, dann kann eine Mütterpflegerin eine unschätzbare Hilfe sein.
So individuell, wie jede Mutter ist, so individuell ist auch die Geschichte ihrer Schwangerschaft, ihrer Geburt und ihres Wochenbetts. Und genau diese Individualität einer jeden Mutter möchte ich achten und respektieren. Es liegt mir sehr viel daran, dir wertfrei und ohne Erwartungshaltung zu begegnen. Meinem Wesen entsprechend begleite ich dich gewissenhaft und mit viel Empathie.

Das kann ich für dich tun
Während wir uns kennenlernen, stimmen wir genau ab, was du brauchst und was ich geben kann.
Wohltuendes für Dich
Körperlich und emotional hast du wahnsinnig viel geleistet und ich möchte dich umsorgen und für dich da sein. Dabei helfe ich dir sehr gerne dabei, die Empfehlungen deiner Hebamme oder deiner/deines Ärzt*in umzusetzen. Ich höre dir ganz wertfrei zu und biete dir einfühlsame Gespräche an. Ich kann dich mit Entspannungsmassagen und -übungen umsorgen oder dir einfach Zeit für Dich schenken. Zeit, damit du zur Ruhe kommen, mal ausgiebig duschen oder einfach schlafen kannst. Gerne versorge ich dich mit wohltuenden Mahlzeiten und Snacks nach deinem Geschmack.

Organisation, Haushalt und Ernährung

Wenn neben all den mütterlichen Pflichten der Haushalt als schier unüberwindliche Aufgabe erscheint, helfe ich dir bei der Planung und Erledigung von Einkäufen und Besorgungen und bei der Zubereitung von Mahlzeiten für dich und deine Familie. Und wenn der Wäscheberg wächst und die Wohnung voller Stolperfallen ist, übernehme ich mit offenen Augen auch leichte Haushaltsaufgaben (keine Grundreinigung). Oft sind auch Termine, z.B. bei Behörden oder Ärzt*innen alleine mit Säugling (und Geschwisterkindern) eine riesige Herausforderung. Ich begleite dich gerne oder übernehme die Säuglings- oder Kinderbetreuung.
Säuglingspflege und -betreuung
Besonders am Herzen liegt mir die liebevolle Pflege und Betreuung deines Säuglings. Dabei ist es mir ein großes Anliegen, die Mutter-Kind-Bindung zu unterstützen. Ich kann dich bei Babymassagen anleiten oder dir wertvolle Mama-Baby-Zeit verschaffen, während ich z.B. mit den Geschwisterkindern spiele. Ich unterstütze dich aber auch bei ganz praktischen Dingen der Säuglingspflege, wie dem Baden oder Wickeln. Ich spiele mit dem Baby oder gehe mit ihm spazieren, wenn du Zeit für dich brauchst. Und wenn du es wünscht, unterstütze ich dich beim Stillen oder anderen Ernährungsformen.

Zusätzliche Hilfsangebote

Solltest du neben meiner Unterstützung weitere Hilfe benötigen, zeige ich dir gerne Hilfsangebote auf und helfe dir bei der Organisation oder begleite dich zu Terminen.
Kostenübernahme und Antrag
In vielen Fällen kommen die gesetzlichen Krankenkassen (teilweise) für die Kosten einer Mütterpflegerin auf. Voraussetzung ist hierbei immer eine ärztliche Verordnung. Gerne unterstütze ich dich bei der Organisation und Antragstellung. Du kannst dich also auch schon bei mir melden, bevor du diesen gestellt hast.
Privat versicherte Mütter müssen sich bei ihrer Krankenkasse erkundigen, ob diese entsprechend dem individuellen Tarif und möglichen Beihilfeansprüchen einer (teilweisen) Kostenübernahme zustimmt. Auch eine rein private Zahlung meiner Leistungen ist möglich. In einem persönlichen Gespräch können wir deine individuelle Situation besprechen und finden eine Lösung.
Fragen, die mich oft erreichen
Zu welchem Zeitpunkt meiner Mutterschaft kann ich Mütterpflege in Anspruch nehmen?
Eine Mütterpflegerin kann dich in deiner Schwangerschaft, im Wochenbett, aber auch später in deiner Mutterschaft unterstützen. Immer dann, wenn du merkst, dass dir deine Aufgaben als Mutter zu viel werden und du dir eine einfühlsame Person wünschst, die dir unter die Arme greift oder einfach für dich da ist und dir Zeit zum Durchatmen verschafft, ist Mütterpflege das Richtige für dich. Sehr gerne unterstütze ich dich in dieser Zeit. Ob deine gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die Mütterpflege übernimmt, ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.
Unter welchen Voraussetzung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine Mütterpflegerin?
Damit die Krankenkasse die Kosten für die Mütterpflege vollständig oder teilweise übernimmt, sind einige Dinge zu beachten:
– eine medizinische Indikation ist zwingend erforderlich und muss ärztlich verordnet werden
– Das Kind im Haushalt ist unter 12 Jahr alt (oder noch nicht geboren).
– Es darf keine andere Person im Haushalt sein, die die Aufgaben übernehmen könnte (z.B. Partner*in in Elternzeit/Urlaub).
– Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Mütterpflegerin als „Haushaltshilfe“ auf gesetzlicher Grundlage der Paragraphen §24 SGB V (Haushaltshilfe bei Schwangerschaft und/oder Entbindung) ohne Zuzahlung und §38 SGB V (Haushaltshilfe im Krankheitsfall) mit Zuzahlung von ca. 5-10€ pro Einsatztag. Ob mein Einsatz bei dir zuzahlungspflichtig ist oder nicht, hängt also davon ab, ob die medizinischen Indikationen unter §24 (Schwangerschafts- und/oder Geburtsbezogen) oder unter §38 (Krankheitsfall) fallen.
Welche medizinischen Indikationen werden für die (teilweise) Kostenübernahme von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt?
Typische Indikationen in der Schwangerschaft (§24 SBG V) sind z.B.:
– Blutungen, vorzeitige Wehen, verkürzter Gebärmutterhals
– Übelkeit/Erbrechen/Hyperemesis
– Rückenschmerzen, Symphysenlockerung
– Risikoschwangerschaft, Mehrlingsschwangerschaft
– Erschöpfung, psychische Belastung
Typische Indikationen im Wochenbett (§24 SBG V) sind z.B.:
– erhöhter Blutverlust, Infektionen, starke Schmerzen
– Kreislaufprobleme, Schwäche, Bettlägerigkeit, Immobilität
– psychische Reaktionen (postpartales Erschöpfungssyndrom, Anpassungsstörungen, akute Belastungsreaktion)
– Geburtsverletzungen, Wundheilungsstörungen, Beckenbodenschwäche
– Stillprobleme, Brustentzündung, Milchstau
Typische Indikationen in der weiteren Mutterschaft (§38 SBG V) sind z.B.:
– psychische Reaktionen (Belastungsreaktionen, chronische Erschöpfung, Wochenbettdepressionen, Angst- und Zwangsstörungen, Geburtstraumata)
– wiederkehrende Stillprobleme, Brustentzündung, Milchstau
– Beckenbodenschädigung, Senkung der Gebärmutter, Symphysenschmerzen
– ambulante oder stationäre Operationen
Kann ich eine Mütterpflegerin auch beauftragen, wenn ich nicht gesetzlich versichert bin oder die gesetzliche Krankenkasse die Kostenübernahme ablehnt?
Ob eine private Krankenversicherung die Kosten für eine Mütterpflegerin übernimmt, hängt vom individuellen Tarif und möglichen Beihilfeansprüchen ab und ist im Einzelfall zu klären.
Ich kann meine Leistungen natürlich auch privat in Rechnung stellen. Im Falle einer rein privaten Kostenübernahme rechne ich in der Regel 45€/Stunde ab. Für diesen Fall finden wir in einem persönlichen Gespräch ein individuelle Lösung, je nach z.B. Einsatzbereich und Anfahrt.
Wie kann ich die Unterstützung einer Mütterpflegerin beantragen?
Gerne unterstütze ich dich bei der Organisation und Antragstellung. Du kannst dich also auch schon bei mir melden, bevor du den Antrag gestellt hast.
- Antrag auf Haushaltshilfe bei Krankenkasse einholen: Manche Kassen stellen das Formular online zu Verfügung, bei anderen muss du es anfordern.
- Antrag ausfüllen: Ob du zum Zeitpunkt der Antragstellung schon eine Mütterpflegerin gefunden hast, ist für den Antrag nicht entscheidend. Eine Mütterpflegerin kann dir jedoch bei der Antragstellung helfen und ihre Daten können gleich in den Antrag aufgenommen werden.
- Medizinische Bescheinigung anfordern: Deine Ärztin oder dein Arzt stellt die eine medizinische Verordnung aus, die den Bedarf an Mütterpflege belegt. Je ausführlicher der Bedarf durch die aufgeführten Indikationen beschrieben ist, desto wahrscheinlicher ist die Bewilligung.
- Antrag einreichen: Den ausgefüllten Antrag schickst du mit der ärztlichen Verordnung an die Krankenkasse. Die Bearbeitungszeit kann erfahrungsgemäß zwischen einigen Stunden und mehreren Wochen liegen.
- Abrechnung: Nach der Bewilligung kann ich meine Leistungen direkt mit der Krankenkasse abrechnen.
Wie hoch sind die Dauer und der Umfang eines Mütterpflegeeinsatzes?
Dauer und Umfang eines Einsatzes sind ganz individuell abhängig von deinen Indikationen, also deinem Bedarf. Die Unterstützung durch eine Mütterpflegerin kann für einige Stunden in der Woche oder auch mehrere Stunden täglich verordnet werden und Einsätze können einige Tage bis zu mehreren Wochen dauern. Die tatsächlichen Einsatzzeiten besprechen wir individuell im Rahmen der Bewilligung
Wie unterscheidet sich eine Mütterpflegerin von einer Hebamme, bzw. einer Haushaltshilfe?
Die Tätigkeitsbereiche einer Hebamme sind deutlich von denen einer Mütterpflegerin abzugrenzen. Während die Hebamme medizinisch tätig ist und Mutter und Kind in Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett gesundheitlich betreut, übernimmt die Mütterpflegerin keine medizinischen Aufgaben. Ihr Schwerpunkt liegt auf der alltagsnahen Unterstützung – ich bin für dich da, entlaste dich und schaffe dir Raum, emotional und ganz praktisch. Die Betreuung durch eine Hebamme kann durch eine Mütterpflegerin keinesfalls ersetzt werden. Es ist aber toll, wenn ich die Arbeit der Hebamme sinnvoll ergänzen kann, z.B. indem ich dich dabei unterstütze, ihre Empfehlungen umzusetzen.
Eine Haushaltshilfe konzentriert sich in erster Linie auf die Organisation des Haushalts. Während ich dir als Mütterpflegerin auf Wunsch auch Aufgaben im Haushalt abnehme, bin ich spezialisiert auf die Bedürfnisse von Müttern und Kindern in Schwangerschaft, Wochenbett und in der weiteren Mutterschaft. Ich bin zum Beispiel in Bereichen wie Säuglingspflege, Stillbegleitung, emotionale Begleitung und mehr geschult.

